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CSU informierte sich über Baufortschritt bei der Kinderkrippe

    Hans Babl    CSU Ortsverband Ensdorf

Der CSU Ortsverband Ensdorf informierte sich über den Baufortschritt bei der Kinderkrippe. Ortsvorsitzender Johann Bösl konnte dazu neben Bürgermeister Markus Dollacker, Pfarrer Hermann Sturm und Inklusionsbeauftragten Josef Leikam auch den Planer Thomas Hollweck begrüßen. Mitglieder der CSU Ensdorf und zahlreiche Bürger nutzten die Chance einen Blick in die Baustelle zu erhaschen.

„Der Zeitpunkt der Besichtigung ist ideal, die Innenverputzarbeiten sind gerade abgeschlossen und die Boden und Estricharbeiten beginnen erst diese Woche“, so Hollweck. Fraktionssprecher Johann Bösl erklärte bei der Begrüßung, dass mit dem Bau der Kinderkrippe und des barrierefreien Übergang zum bestehenden Kindergarten im Herbst 2017 begonnen wurde. Die Gesamtmaßnahme kostet etwa 1,091 Millionen Euro. Davon entfallen auf die Kinderkrippe 976000 Euro, für den barrierefreien Übergang 115000 Euro An Zuschüssen werden 81500 Euro erwartet. Dies entspräche einem Eigenanteil der Gemeinde von 25 Prozent.

Bürgermeister Dollacker erklärte, dass insgesamt drei Förderkulissen zur Anwendung kommen was Planung, Ausschreibung und Abrechnung sehr kompliziert machen. Die erste Förderkulisse ist für die Kinderkrippe mit Bayerischen und Bundes Fördermitteln. Die zweite ist für den barrierefreien Übergang aus Mitteln des Bayerischen Kommunalen Investitionsprogramm KIP und dann noch einen zwar sehr kleinen Teil für die Errichtung der barrierefreien Bushaltestelle aus ebenfalls Bayerischen Mitteln. Planer Thomas Hollweck bestätigte, dass die Bauausführung  natürlich übergreifend und insgesamt stattfindet, aber anschließend die Kosten Cent genau auf die jeweiligen Förderprogramme verteilt werden müssen.

JU Vorsitzender Julian Pusch bezeichnete die Kinderkrippe als eine zukunftsweisende Einrichtung. „Mehr denn als jemals zuvor wird für junge Eltern auch eine Kinderkrippe nötig sein. Wenn dann wie hier in Ensdorf - eingebunden in den Ort und mit einem kirchlichen Träger - ist dies ein Glücksfall für die Eltern.“

„Durch den Abriss des sogenannten Lobenhofer-Hauses im Februar 2017 wurde der nötige Platz geschaffen. Die Kinderkrippe ist für zwei Gruppen mit jeweils bis zu zwölf Kindern geplant. Durch den Verbindungsbau zum Kindergarten entsteht eine Einheit aus Kindergarten und Kinderkrippe. Die neue Bushaltestelle wird aus dem Kreuzungsbereich der Hauptstraße mit der Thanheimer Straße verlegt und rückt in die Hauptstraße. Es wird ein Bushaltekap gebaut. Hinter der Kinderkrippe werden 16 Parkplätze, davon zwei behindertengerechte Parkplätze erstellt“, erläuterten Bürgermeister Dollacker und Planer Hollweck.

Bauantrag eingereicht: 21.10.2016.   Baugenehmigung erteilt mit Bescheid vom 22.03.2017. Im Mai 2017 noch kein vorzeitiger Baubeginn genehmigt da Fördertöpfe ausgereizt. Im Juli 2017 Förderzusage / Bescheid – Start der Ausschreibung für die Baumeisterarbeiten. 14.09.2017 Gemeinderat vergibt Auftrag für die Baumeisterarbeiten an die Firma SingerBau GmbH und Zimmerer- Dachdeckerarbeiten an Holzbau Kuhn. 26.09.2017 Spatenstich. Baubeginn Mitte Oktober 2017.

CSU Ortsvorsitzender Johann Bösl zeigte sich enttäuscht darüber, dass es nicht gelungen ist, eine gemeinsame Trägerschaft für die Kindereinrichtungen in den Nachbarkommunen Ensdorf und Rieden zu bekommen. „Hier hätten sich viele Synergieeffekte positiv auf den Betrieb auswirken können. Aber die Bereitschaft bei uns ist da, sodass dies auch für die Zukunft noch möglich ist.“ Pfarrer Pater Hermann Sturm pflichtet dem bei. Als Vertreter des Trägers des Kindergartens und zukünftig auch der Kinderkrippe sieht auch er eine enge Zusammenarbeit als nötig und sinnvoll. Begeistert ist er von den neuen Räumlichkeiten, die genügend Platz bieten für die Kinder zum Spielen und zum Schlafen. Besonders die umweltfreundlichen Baumaterialien sind ihm wichtig. So wurde unter anderem ein einfacher Kalkputz für die Innenräume verwendet. Aber ohne Kritik ging es dann doch nicht. Die Entscheidung für ein Pultdach auf der Krippe ist für ihn nicht nachvollziehbar. „Neben dem historischen Gebäude des Kindergartens wäre ein Walmdach passender. Außerdem böte es nötigen Stauraum zum Lagern.“ In der Krippe gibt es nämlich keine größeren Lagermöglichkeiten.

Josef Leikam, der Inklusionsbeauftragte der Gemeinde Ensdorf, machte sich ein Bild zur Barrierefreiheit des Gebäudes: „Trotz der Einschränkung, die es auf einer Baustelle gibt, ist deutlich erkennbar, dass baulich alles vorbereitet ist, um eine bestmögliche Zugänglichkeit für alle Menschen zu erreichen.“

Thomas Hollweck erklärte die Planung und die spätere Nutzung der Räume. So konnten sich alle einen sehr guten Eindruck verschaffen. Er regte auch an, die Räume aus Sicht der Kinder zu betrachten, einfach mal die Aussichten näher am Boden zu testen. Zur Innenausstattung erläuterte er, dass nur natürliche Materialen zum Einsatz kommen. So wird der Boden mit einem natürlichen Kautschuk-Fußboden ausgelegt und als Einrichtung kommt eine an die Natur angelehnte Ausstattung zum Tragen. Das gefällt besonders dem Bürgermeister und Naturparkvorsitzender Markus Dollacker.

„Die offizielle Eröffnung der Kinderkrippe ist im September 2019“, teilte Pfarrer Pater Hermann Sturm als Vertreter des Trägers der Kinderkrippe mit. Es sollen alle Bauarbeiten abgeschlossen sein, er möchte nicht den Betrieb aufnehmen in einer Baustelle. Der Hauptgrund liegt aber an den Zuschüssen für den Betrieb des Kindergartens mit Kinderkrippe, die immer nur mit Beginn eines Kindergartens/Kinderkrippen-Jahres möglich ist. Aber sobald die Einrichtung fertig ist, wird sie auch genutzt und in einem „Probebetrieb“ schon mal bespielt. Thomas Hollweck stellt das für Anfang 2019 in Aussicht.

Alle Besucher zeigten sich jetzt schon von der Kinderkrippe erstaunt und begeistert.

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